Wohnprojekt

Der Verein „WohnWege e.V." hat seit 2007 daran gearbeitet, gemeinschaftliches Wohnen mehrerer Generationen in einem Wohnprojekt in Bad Dürkheim zu initieren. Dazu fanden wiederkehrend intensive und konstruktive Gespräch mit der Stadt Bad Dürkheim statt,mit dem Ziel unsere Ideen auf einem städtischen Grundstück umsetzen zu können. Im neuen Baugebiet Fronhof II wurden in 2015 nach der langjährigen Vorarbeit durch den Verein mit professioneller Unterstützung durch die BauWohnberatung Karlsruhe, die Grundlagen für die Entstehung einer Wohngenossenschaft und einer Bauherrengemeinschaft geschaffen.

 

Die Projekte im Neubaugebiet Fronhof II

Im Zuge der Umlegung des Fronhofs II gelang es der Stadt, ein Quartier mit 4.634 m² im Nordosten des Neubaugebietes als städtisches Gelände zusammenzulegen, auch um die Bedingungen für die bauliche Umsetzung eines möglichen Wohnprojektes zu schaffen.  Der Verein erhielt im Februar 2015 vom Haupt-und Finanzausschuss eine vergünstigte Kaufoption für dieses Grundstück. Eine der Optionsbedingungen war die Gründung einer Planungsgruppe, welche verantwortlich die finanziellen, baulichen und konzeptionellen Rahmenbedingungen für ein doch relativ umfangreiches Projekt mit ca. 40 Wohnungen und diversen Gemeinschaftseinrichtungen erarbeiten sollte. So gründeten die interessierten Mitglieder im März 2015 die Planungsgruppe FROH GeWo n.e.V.

Im Herbst 2016 hatte diese Planungsgruppe dann der Stadt ein bauliches Konzept vorgelegt, wobei die Realisierung in Kooperation mit einem Bauträger  geplant wurde. Konzeptionell war vorgesehen unter dem Dach einer Wohnungseigentümergemeinschaft auch eine Genossenschaft zu beteiligen.

Innerhalb des Vereins gab es seit der Gründung einen hohen Anteil an Mitgliedern, die ein Projekt in Form von Eigentum mit Mietwohnungen und einem Generalmietvertrag aufbauen wollten (ähnlich dem Projekt ZAG in Karlsruhe). Ein anderer Teil sah eher eine Wohnungsgenossenschaft als bevorzugte Gesellschaftsform an. Die an einer Genossenschaft interessierten WohnWege-Mitglieder fanden seit dem Spätsommer 2016 vermehrt Zuspruch für ihre Idee. Eine Intitiative mit sechs Personen aus der Westpfalz mit dem Namen "Mehrgespann" schloß sich seither WohnWege an und verstärkte insgesamt die Interessentengruppe für eine Genossenschaft.

Die Idee der Vereinsmitglieder war es, auf dem optionierten Grundstück beide Gesellschaftsformen in einem gemeinsamen Projekt  zu verwirklichen. In den Gesprächen mit der Stadt wurde jedoch Anfang 2017 deutlich, dass die Gremien sich ein Projekt auf dem für die WohnWege vorgesehene Grundstück nur in einer Gesellschaftsform, bevorzugt in Form einer Genossenschaft vorstellen können. In einem Workshop im Mai 2017 (moderiert von der BauWohnberatung Karlsruhe) kamen die beiden Interessengruppen, Vertreter der städtischen Gremien, der Vorstand WohnWege und Bürgermeister Glogger zusammen um die gegenseitigen Erwartungen zu klären und für die insgesamt 30 Projektwilligen eine Planungssicherheit herzustellen. Hier wurde herausgearbeitet, dass das vergünstigte Grundstück für eine Wohngenossenschaft als Modell für nachhaltig bezahlbaren Wohnraum vorgesehen werden sollte. Die Idee zwei Wirtschaftsformen auf einem Grundstück zu gründen, fand in den politischen Gremien der Stadt keine Mehrheit. Der Eigentümergruppe wurde alternativ ein weiteres städtisches Grundstück für ihr Projekt angeboten.

Die beiden Planungsgruppen arbeiten seither selbstverantwortlich an der Umsetzung ihres jeweiligen Wohnprojektes. Sie sind für ihr jeweiliges Konzept, die Finanzierung, die rechtlichen Rahmenbedingungen, ihren Auftritt in der Öffentlichkeit, die planerischen und baulichen Anforderungen verantwortlich.  

 

Wohngenossenschaft
Am 08. Juni 2017  beschloss der Bauausschuss einstimmig, der zukünftigen Wohngenossenschaft „Froh2Wo" eine Option auf das städtische Grundstück zu erteilen. 

Ansprechpartnerin für das Thema Genossenschaft im Verein ist die stellvertretende Vorsitzende des Vereins WohnWege, Gertrud Klamm: Telefon: 06322-56 22, E-Mail gertrud.klamm ( ät ) gmail.com 

 

Eigentümer-/Bauherrengemeinschaft
Seit August 2017 haben sich die am Eigentümermodell interessierten WohnWege-Mitglieder zu einer Interessengruppe "Gemeinsames Generationen übergreifendes Wohnen in Eigentumsform", kurz "GeWo,DÜW", zusammengetan. Der Stadtrat der Stadt Bad Dürkheim hat in seiner Sitzung am 12.12.2017 beschlossen, dass diese Gruppe für das Baugrundstück im Fronhof II (neben Autohaus Mertel) ebenfalls eine Kaufoption erhält. Die Gruppe verwirklicht in Teilen das bereits in 2016 vorgelegte Konzept in Kooperation mit einem Bauträger als Bauherrenmodell. 

Ansprechpartner für diese Gruppe im Verein ist Lothar Plogsties: 
Telefon 06322-79 10 76 2