Exkursion ins Schammatdorf Trier

Besuch im Schammatdorf, eines der ältesten Wohnprojekte Deutschlands.

Das Schammatdorf ist eines der ältesten und prominentesten WohnProjekte unter den inzwischen knapp 100 Projekten in Rheinland-Pfalz und besteht seit den 70er Jahren.  Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer lebt in dem Projekt,  es ist überregional bekannt und verkörpert ein interessantes sozioökonomisches Modell. Die „Kleine Bürgermeisterin“ Frau Anja Loch und der Vorsitzende des Fördervereins, Herr Norbert Hellenthal  stellten die besondere Konstellation in der Gründungsphase vor. Mit dem Sozialdezernat der Stadt Trier planten die Abtei St. Matthias und die Wohnungsbau und Treuhand AG (gbt) auf 30 ha das Schammatdorf, das ab Ende 1979 bezugsfertig wurde. 

Der Grundgedanke des Projektes ist, einen Wohnbereich zu schaffen, in dem selbständig Lebende mit Menschen zusammenwohnen, die aufgrund ihrer Lebens­geschichte oder spezifischer Beeinträchtigungen Schwierigkeiten mit der selbständigen Bewältigung des Alltags haben. Im Schammatdorf wohnen somit heute Familien mit Kindern, Menschen mit und ohne Behinderungen, ältere Menschen, Studenten, Alleinerziehende… in guter Nachbar­schaft zusammen und helfen sich gegenseitig im Alltag dort, wo es Probleme gibt.

Die Architektur des Dorfes schafft für die Ziele der Integration und Kommunikation gute Voraussetzungen. Die Häuser sind zweigeschossig in sogenannten Wohnhöfen gebaut. Laubengänge und der Hofbereich mit Baum, Sandkasten und Bänken laden zum Verweilen ein. Die halböffentlichen Räume geben den Bewohnern die Möglichkeit zu selbstverständlichen Alltagskontakten. Die Außenanlagen sind weitgehend rollstuhlfreundlich und zudem vielfältig begrünt. Ebenfalls barrierefrei ist das in der Dorfmitte gelegene Schammatdorf­zentrum, das den Nachbarn für ihre Aktivitäten (gemeinsame Mittagessen, Kindertreffs, Kaffeenachmittage, Bastelgruppen, offene Treffs wie z.B. das „Kneipchen“…) zur Verfügung steht. Es ist aber auch Treffpunkt für Initiativen und Veranstaltungen, die über das Dorf hinausgehen (Vorträge, Ausstellungen…).

Mehr Infos über dieses Projekt gibt es hier:  www.schammatdorf.de